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Unsere Pfingstwanderung am 11. Juni 2000

 

 

Wie schon im letzten Jahr, machen wir auch in diesem Jahr unsere Pfingstwanderung. Die Wanderung wurde von Claudia und Volker geplant und organisiert.

 

Wir trafen uns also am Pfingstsonntag morgens am Messeplatz. Mit drei Autos fuhren wir dann an die Klugsche Mühle ins Karlstal. Von dort sollte die Wanderung losgehen. Das Wetter ließ zu wünschen übrig. Aber einige hatten ihre Regenjacken schon mitgenommen. Volker gab uns noch den Tipp, auf markante Dinge während der Wanderung zu achten, da wir später noch einen Fragebogen ausfüllen sollten. Wir zählten alles was wir für wichtig hielten. Stühle im Biergarten, lose, frisch gefallene Blätter auf dem Weg.

 

Unsere erste Rast war dann mitten im Karlstal. Wir glaubten jeden Moment würde es Nacht werden, so dicke Wolken zogen auf. Man gab uns den Hinweis, dass hier (die Fläche war überhaupt nicht riesig!) ein edles Tröpfchen versteckt wäre. Alle suchten eifrig. Ich fand die Flasche und freute mich schon riesig auf einen Schluck Averna. Auch die anderen griffen gierig nach der Flasche. Karin war die Zweite, die das Präsent bekam. Sie nahm einen kräftigen Schluck und fragte dann, ob das wirklich Averna sei. Die Organisatoren der Wanderung und ich fingen herzhaft an zu lachen. Es war nämlich nur einfacher brauner Zuckerrübensaft in einer Avernaflasche drin.

Währenddessen fing es an zu Blitzen und zu Donnern. Es kam wie es kommen musste, es ergoss sich ein Gewitterregen über uns. Wir beeilten uns mit dem Weiterkommen. Ein Fragebogen wurde jedem nach einem Pavillon ausgehändigt. Die erste Frage lautete natürlich, über wie viele Brücken wir von der Klugschen Mühle bis hierher gelaufen waren. Wir fanden das äußerst amüsant. Eine kleine Brotzeit sollte unsere Wegstrecke etwas erleichtern. Wir verteilten trotz Regen und Wind, die mitgebrachte Fleischwurst und das frische Brot aus. Günni und Doris hatten sich auf alle Eventualitäten vorbereitet. Doch mit einem solchen Regenguss konnte man einfach nicht rechnen. In kürzester Zeit zerklumpte uns das Brot zwischen den Fingern. Wir warfen das Brot für die Tiere in den Wald. Die Fragebogen waren mittlerweile aufgeweicht und die Fragen nicht mehr zu lesen. Die Kugelschreiber hatten ihren Geist aufgegeben und wir stellten die ganze Fragebogenausfüllerei erst einmal zurück.

 

Wie von Zauberhand abgestellt, hörte der Regen wieder auf. Wir kamen auf eine kleine Lichtung, wo wir eine Straße überqueren mussten. Doch zuvor wollten wir uns trotz nasser Kleidung etwas aufwärmen bzw. unseren Durst stillen. Günni hatte eine Spezialflasche „Wasser“ mitgenommen. Dieter, der wirklich durstig war nach einfachem Wasser, nahm einen kräftigen Schluck um dann festzustellen, dass wir Feuerwasser dabei hatten. Die Wanderung verlief weiter am Neuhöfertal. Die Wege waren gut nass und stellenweise hatten sich Pfützen gebildet. Jürgen und ich rutschten beim Pfützen-Ausweichen aus und landeten prompt in solch einer. Aber darauf kam es uns auch nicht mehr an.

 

Wir erreichten unseren nächsten Zwischenstopp. Eine kleine Holzhütte mitten im Wald. Dort erwartete uns das nächste kleine Spiel. Wir mussten ja Punkte sammeln. Volker erklärte uns das Ball-in-die-Luft-Blas-Spiel. Wir nahmen alle regen Anteil an dem Spiel. Leider wollte Ingeborg länger blasen als Ihr gut tat. Sie bekam riesige Probleme mit ihrem Kreislauf. Wir legten sie auf die „Bank“ in der Hütte (durchgeschnittene Baumstämme wäre wohl passender) und beschlossen, dass Jürgen und Dieter zurücklaufen und mit zwei Autos zum Meiserhof vorfahren. Der Rest der Mannschaft wollte dorthin laufen und dann so schnell wie möglich nach Hause ins Warme. Wir waren noch nicht sehr weit gekommen, da fing es wieder an, wie aus vollen Gießkannen zu schütten. Die eben erst getrocknete Kleidung wurde augenblicklich wieder durchtränkt.

 

Auf dem Meiserhof angekommen, servierte der „Wirt“ uns erst einmal trockene Handtücher. Pullover und T-Shirt’s haben wir versucht auf einem kleinen Holzofen zu trocken. Ein Ofen für 15 Personen! Claudia hatte vorsorglich noch genügend Fragebogen eingepackt und trocken an den Meiserhof gebracht. Wir füllten unsere Fragebogen, in Gemeinschaftsarbeit, aus. Zur Stärkung gab es Hausmacher Brot, Brot mit Quark und heißen Kaffee. Während dessen machten Volker und Claudia die Auswertung. Volker verlas die witzigsten Antworten. Das Gejaule war riesig. Trotzdem machten wir uns auch bald auf den Weg. Wir hatten beschlossen, uns mit getrockneter Kleidung wieder um 17:00 Uhr im Kachelofen zur Preisverleihung zu treffen.

 

Am vereinbarten Treffpunkt sahen alle wieder manierlich aus. Sogar Julia (der Hund von Jürgen und Inge) strahlte wieder in ihrem bekannten weißen Fell. Alle freuten sich über ihre Preise, die Volker jedem überreichte. Andrea wurde Siegerin. Ich freute mich besonders über mein Geschenk. Einen rot - weißen Regenschirm. Allerdings war eine Bedingung daran geknüpft. Denn wer den Regenschirm bekam, durfte die nächste Pfingstwanderung organisieren.

 

Ich freue mich schon auf die nächste Pfingstwanderung.

 

Hannelore

 

 

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